Stele „Helio-Chronometer“

stele-1

Helio-Chronometer – Stele mit dreieckigem Querschnitt als horizontale Sonnenuhr

auf den Koordinaten: 52°23’41“Nord, 8°37’41“ Ost

 

Werkstoff: Edelstahl

Hauptabmessungen: Kantenlänge 110 cm, Höhe 7,3 m insgesamt,

Entwurf, Gestaltung und Ausführung: Friedrich Sander

Bauherr: Jürgen Tönsmann

 

Die Stadt Espelkamp hat ein neues Wahrzeichen. Unmittelbar am nördlichen Eingang zur Stadt wurde die Stele errichtet, die mit ihren gut 5 m über dem Boden ein imposanter Hinweis auf das einzige Teppich-Museum in der Region und im gesamten norddeutschen Raum ist.

 

Diese Stele ist nicht nur ein strahlender „Hingucker“, sondern dazu noch eine „horizontale Sonnenuhr“ nach den Regeln der Gnomonik. Die Stele ist erdachsenparallel ausgerichtet, d. h. alle Körperkanten sind zum Himmelspol gerichtet. Des Weiteren ist die Stele zweifach geschnitten, um astronomische Positionen im Jahreszyklus zeigen zu können. Auf der Scheibe der Sonnenuhr wird nicht nur die „wahre Ortszeit 12.00 Uhr Mittag“ durch das Wappen der Stadt Espelkamp hervorgehoben, sondern anhand der Geschichte der Astronomie auf viele interessante Dokumentationen und Lebensphilosophien hingewiesen.

 

Eine der schönsten und häufigsten Gestaltungsregeln ist der „Goldene Schnitt“ oder die „Goldene Zahl Φ“ (Phi). Sie zeigt eine besondere geometrische Harmonie, die auch in der Natur, z.B. in einem Efeublatt, zu finden ist. Viele Architekten und Künstler haben mit dem Goldenen Schnitt gearbeitet.  Auch in der Musik kann man den Goldenen Schnitt finden, z. B. können zwei Töne zueinander in der Proportion des Goldenen Schnittes stehen. In der Stele ist der Goldene Schnitt sogar zweimal vorhanden; ein schönes Demonstrationsbeispiel insbesondre für Mathematik-Lehrer und Schüler.

 

Dem Gründer des Museums, Jürgen Tönsmann, ist es ein besonderes Anliegen, den Blick der Besucher auf die wechselseitige Einflussnahme der Länder des Orients und des Okzidents zu lenken. Viele Ereignisse, ob auf wirtschaftlicher, ökologischer oder sozialer Ebene lassen sich nicht nur innerhalb nationaler Grenzen verknüpfen. Im Laufe seiner vielen Reisen rund um die  Welt sind ihm dabei besonders die geschichtlichen Zusammenhänge bewusst geworden und hier besonders die Zeit um 500 v. Chr. mit ihren kulturellen und weltgeschichtlich bahnbrechenden Ereignissen, die beispielhaft auf der Stele wiederzufinden sind. Und wer weiß schon, dass die erste Erwähnung Espelkamps 1229 war, immerhin sieben Jahre vor Berlin?

 

Die Termine für Führungen erfahren Sie unter Tel. 05772-4004

Für Gruppen vereinbaren wir gern gesonderte Termine.